16 zu 9 in der Peoplefotografie geht gar nicht. Doch.

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Ich hatte vor kurzem auf einen Link aus meiner „Fuji-Linkkiste„, die ich immer auf Fujifeaks poste, einen Beitrag gefunden, von einem Fotografen, der seine Fuji Kameras auf das 16 zu 9 Seitenverhältnis umgestellt hatte und seine Reportagen damit machte. Das hatte mir sehr gut gefallen, konnte es mir aber in meinem/unsere Genre, der Peoplefotografie nicht so richtig vorstellen.

Das Paar-Shooting mit Pauline und Jan bot sich an, das mal zu testen. Da ich immer RAW aufnehme (und in diesem Falle JPG zusätzlich) war es ja kein Risiko, denn die RAWs haben ja immer das orginale Seitenverhältnis des Kamerasensors, also 2 zu 3 in meinem Falle bei meinen beiden Fuji X-E1. Schon im Sucher und auf dem Display gefiel mir während des Shootings sehr was ich sah, was nicht nur an dem zauberhaften Paar lag, sondern eben auch an dem von mir getesteten Seitenverhältnis.

Und, was meint Ihr?

Seit diesem Tag habe ich meine Kameras beide so festeingestellt und lasse das jetzt mal so. Mir gefällt das extrem gut. Lightroom übernimmt beim Import der Fuji Raws das eingestellte 16 zu 9 Seitenverhältnis, das man aber jederzeit ändern kann. Gefällt mir, würde ich hier klicken!

Die Bilder sind alle mit den beiden Fuji X-E1 entstanden die jeweils mit dem 35 1,4 und dem 60 2.4 bestückt waren. Ein wunderschönes Set mit einem tollen Bokeh und mal geht auch nach vielen Stunden Fotografieren ohne Rückenschmerzen nach Hause.  Im Moment – außerhalb der Hochzeiten – mein absoluter Favorit an Kameratechnik. Die Schärfe und die Farben des Fuji X-Sensors sind schon irgendwie was „anderes“.

Schöne Grüße – Euer Fotofuzzy – Jörg Langer

8 Kommentare

  1. Hätte ich so nicht gedacht. Überzeugende Bilder 🙂

    Nun denn. Hochformatiges wirkt dann besonders. Oder würde ich so nicht mehr Hochformat wählen?

  2. Ich denke, es kommt einfach darauf an, was man daraus macht. Mir gefallen die Bilder, ich finde sie interessant. Hochformatig muss man mal sehen, aber ich kann mir schon vorstellen das es Bilder gibt, bei denen man zum Menschen auch richtig fett Himmel zeigen will. So mit der richtigen Wolkenformation müssten sich da richtige Knallerbilder produzieren lassen.

    1. mhm, das genau ist das was mir nicht gefällt, da Himmel nur in seiner horizontalen Ausdehnung wirklich wirkt und beim 16:9 Hochkannt eben sehr schmal ist und damit die Wirkung fehlt. Ich bleibe aber dran am Thema 😀

  3. Warum soll 16:9 denn nicht wirken können?
    Ich halte sowas für dogmatischen Unfug. 1:1, 6:7, 4:3, 3:2 oder 16:9. Wie Christian schon schreibt, es kommt eben immer darauf an, was man daraus macht und jedes Format kann eine bestimme Bildwirkung unterstützen.

    Schau dir mal die Panorama-Fotos von Horst Hamann an – fantastisch!

    http://www.horsthamann.com/

  4. Vor langer Zeit (also in der digitalen Fotografie vor etwa 5 Jahren) war es für die meisten Leute normal, in 4:3 zu fotografieren. Auch heute ist das noch so. Wahrscheinlich, weil so die Marketingleute die maximale Pixelzahl im Bildkreis verkaufen können. Zudem war die Sehgewohnheit vom Röhrenfernseher geprägt. Ich fand es nicht Fisch und nicht Fleisch. So hielten Profis und solche wie ich am 3:2 Format fest. Ich habe mir damals aber auch meine erste „native“ 16:9 gekauft, eine Lumix. Auf Island eine tolle Sache und sie machte das, ohne oben und unten was abzuschneiden. Dann kam dann auch der erste TV-Flatscreen ins Wohnzimmer und der war erst so ungewohnt im Format. Aber unsere Sehgewohnheit ändert sich schnell. Das Auge will heute einfach „was richtig unquadratisches“. Daher wird es also im breiten Querformat auch für Fotos normal werden. Denn 4:3 Fotos auf dem neuen TV ? Geht doch gar nicht. Allerdings genauso wie 16:9 im Hochformat.

    16:9 = 1,778 ist zudem nah am Goldenen Schnitt mit 1,618. Daher dürften gut gestaltete Bilder in 16:9 als ästhetisch empfunden werden. Aus kommerzieller Sicht vermutlich kein Nachteil.

    Warum mache ich das eigentlich nicht. Mein Logo steht doch für den Goldenen Schnitt.. Wo ist denn der Notizzettel …

  5. Zugegeben, ich habe das Thema etwas aus den Augen verloren und erst als ich hier heute etwas gesucht habe bin ich wieder drüber gefallen. Auch meine NEX-6 lässt sich entsprechend umstellen und das habe ich eben testweise mal gemacht. Auch dort ist es so, dass ich dan RAW trotzdem noch das gesamte Bild habe. Wie Du also schreibst: das Risiko ist sehr überschaubar. Werde das jetzt auch mal testen. Denn die NEX ist ja „eigentlich“ auch meine Spielkamera. Was mich an den Slogan für die Canon 350D erinnert: komm spielen 🙂

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